Türchen #19

Türchen #19: Welche Geschichte hast Du am liebsten zu Weihnachten gehört, gelesen oder vorgelesen bekommen? Als Kind oder auch heute? Welche erzählst Du selber gerne?

Schon lange liegt meine Kindheit zurück.
Die Erinnerungen an Weihnachten mit den Eltern, Großeltern und meinem Bruder sind geprägt von ständigem Machen und Tun auf dem Hof und im Haus. Ruhe und Besinnlichkeit gab es nur für ganz wenige Stunden an den Adventssonntagen und den Weihnachtstagen.
Dann erzählte meine Oma mir, als ich noch ein Kindergartenkind war, die Geschichte über die Geburt Jesu in einem Stall in Bethlehem. Sie sprach von einem Geschenk Gottes an die Menschen, in dem er ihnen sein Kind, seinen Sohn schickte.
Erst als älteres Schulkind fing ich an, diese Geschichte zu verstehen.
Märchen waren mir näher, besonders Dornröschen oder Aschenputtel.
Doch viel später als erschöpfte Ehefrau, Mutter und Oma erkannte ich bewusst und nachhaltig, dass Weihnachten mehr ist als Geschenke, Lichter und festliches Essen.
Gott kommt zu uns Menschen. Die Bibel erzählt diese Geschichte in Versen voller Hoffnung, Liebe und Freude. Das Christfest erinnert uns daran, auf diese Botschaft zu schauen.

Andererseits erinnere ich mich an das Vorlesen für die eigenen Kinder in der Adventszeit.
„Noch fünf Mal schlafen, dann ist endlich Weihnachten“. Die ungeduldigen Worte mit der Zahl der noch zu wartenden Nächte wiederholten sich Jahr für Jahr. Nun sagen die Enkel ähnliches.
Märchen und Geschichten waren und sind eine schöne Ablenkung um die Wartezeit zu vertreiben.
Am Nachmittag des Heiligen Abend als Spannung und Ungeduld knisterte, gab es dann das Highlight… Ratet mal?
Richtig! „Drei Haselnüsse für Aschenprödel“ – der Klassiker.
Das ursprüngliche Märchen begleitet mich seit meiner Kindheit. Dieser Märchenfilm begleitete die Kindheit meiner Kinder und die meiner Enkel.
Bis heute lieben wir dieses verfilmte Märchen. Jedes Jahr zu Weihnachten schauen wir es an – gemeinsam, manchmal auch allein und lassen unsere Herzen berühren.

Der Film ist eigentlich kein „Weihnachtsfilm“ im engeren Sinn.
Trotzdem hat gerade dieses Märchen seit Jahren zur Weihnachtszeit Hochkonjunktur.
Warum schauen viele Menschen sich einen Film an, den sie längst kennen, der außerdem nicht mehr den derzeitigen Sehgewohnheiten entspricht, heute noch an?
Wegen der Story und der Dialoge?
Wegen der Tradition?
Wegen der Gefühle, die er wachruft?

Anrührend ist sie, die magische Filmmusik in „Drei Haselnüsse für Aschenprödel“ besonders mit dem Lied:
„Wenn es dich doch gibt,
ein Herz nur für mich schlägt.
Wer sagt mir heut, was morgen noch zählt?
Wird die Welt bald neu geboren?
Der Weg ist mit Blumen und Sternen gesät.
….
„Küss mich, halt mich, lieb mich.“

Lauscht und schaut, träumt und lasst euch verzaubern, ein paar Minuten – wann auch immer.

Frohe Weihnachten.

Luise (Markleeberg)

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